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Hausnotruf mindert Steuerschuld

04.02.2016 - Wer im Heim untergebracht ist oder auf Hilfestellungen im Alltag angewiesen ist, für den kann ein Abzug der Aufwendungen als haushaltsnahe Dienstleistung in Betracht kommen.

Der Bundesfinanzhof hat nun kürzlich entschieden, dass auch die Kosten eines sogenannten Hausnotrufs unter diese Regelung fallen. In dem strittigen Fall wurden durch den Steuerpflichtigen, dem als Bewohner einer betreuten Wohneinheit Kosten für ein Hausnotrufsystem entstanden sind, diese Kosten als haushaltsnahe Dienstleistungen in der Einkommensteuererklärung angegeben.

Das Finanzamt gewährte die Steuerermäßigung nur für die Kosten des Hausmeisters und der Reinigung. Der nicht erfolgten Anerkennung widersprach der Bundesfinanzhof nun in seinem Urteil(VI R R18 14).

Steuerzahler können somit 20 Prozent, jedoch maximal in Summe € 4.000 je Kalenderjahr der Kosten als Steuerermäßigung geltend machen.